6 Uhr morgens. Ich stehe auf.
Ich gehe ins Bad, gehe in die Küche, setze mich zu meiner Verlobten auf die Couch.
Und schon ist es knapp 9 Uhr. Mein Tag beginnt – ich arbeite und lasse mich dabei ablenken.
Schwupps, es ist 18 Uhr. Der Tag ist so gut wie vorbei. Sollte am nächsten Tag etwas fällig sein, dann muss ich wohl lange wach bleiben und kann den Schlafrhythmus aus Vorwärts kommen vergessen.

Das sieht bei vielen so aus oder?
Aber muss das denn so sein?

Genug Leute machen vor, dass dem nicht so ist. Es muss nicht sein. Aber es ist verdammt schwer, sich dem endlosen Zyklus von Ablenkungen zu entziehen und tatsächlich fokussiert zu arbeiten.

Im Nachfolgenden könnt ihr Einiges über meinen Kampf mit dem Schweinehund namens Prokrastination lesen und wenn ihr Tipps teilen wollt – JA, BITTE, BITTE, BITTE!

Matt D'Avella - How I stay productive all day.

Matt D’Avella

Matt ist eine große Inspiration für mich. Und zwar nicht nur im Bereich der Qualität und Eleganz seiner Videos, die wundervoll produziert wurden, sondern auch wie er an das Leben herangeht. Denn Minimalismus und Gesundheit stehen bei ihm an hoher Stelle, was ich beeindruckend finde. Sein Commitment dazu sieht man daran, dass er ziemlich genau eine Art von Shirt hat, in einer Farbe.

Wer etwas über neue Gewohnheiten und Minimalismus lernen und erleben möchte, ist hier genau richtig.

Inspiration für mehr Produktivität

Ich habe oft Momente, die mir zeigen, dass ich produktiver sein sollte. Und auch selbst den Wunsch genau das zu sein. Einige Tage klappt das dann auch, bricht aber auch schnell wieder ein, bevor dann wieder der Wunsch entsteht produktiver zu sein. Es ist ein Teufelskreis.

Oft werden solche Momente, wie auch jetzt wieder, durch das Beispiel anderer Menschen ausgelöst, die weitaus mehr zustande bringen oder zustande gebracht haben. Ein tolles Beispiel dafür ist Matt D’Avella, dessen neues Video über Produktivität ich vor ca. 30 Minuten gesehen habe. Es hat so einen Eindruck bei mir hinterlassen, dass ich diesen Blogpost komplett umfokussiert habe und nun mit euch über Produktivität spreche.

Auch er hat teilweise Probleme fertig zu bekommen, was er sich vornimmt und muss Dinge aus seiner To-Do-Liste einige Tage nach hinten schieben. Und das ist für mich ein unglaublich wichtiger Punkt. Denn meine größten Probleme beim ständigen Nutzen einer To-Do-Liste – sei es Windows To-Do, Todoist, Teuxdeux oder sonstwas – ist, dass ich demotiviert werde, wenn sich die Aufgaben stapeln und stapeln, obwohl ich mich an den Tagen produktiv gefühlt habe. Für mich war es ein No-Go diese Aufgaben dann auf den nächsten oder den nächsten freien Tag zu schieben. Doch genau das muss man machen – denn man plant immer mehr als man schafft. Sei es durch zufällige, wichtige Ereignisse oder dadurch, dass man doch 20 Minuten mehr an Pause brauchte. Der Grund ist nicht wichtig. Aber wie auch schon einmal im Blog erwähnt: man kommt nicht vorwärts, wenn man nicht auch mal einen Schritt zurückgeht oder eine Pause macht, um zu verschnaufen.

Diese Erkenntnis motiviert mich nicht nur zu diesem Post, sondern auch zu einem produktiveren Leben. Ich habe viel gleichzeitig geplant mit Uni, Instagram für Photos, Video Editing und dabei noch der Produktion eigener Videos. Aber das geht alles gleichzeitig, das weiß ich. Also will ich das auch alles machen. Es fehlt nicht an Lust, sondern an Motivation.

Motivation, die Schwester von Prokrastination

“Die Schwester von Prokrastination”? Was soll das denn? Ist Motivation nicht das Gegenteil?
Nein. Denn ich merke immer und immer wieder, dass Motivation eben kurzfristig ist. Ja, man hat plötzlich super viel Energie und erledigt Dinge links und rechts – aber eben nur für wenige Tage. Danach verfällt man wieder in den Trott von vorher und schiebt den Rest vor sich her bis sich der nächste Motivationsschub einstellt.

Und daher: Wenn man sich auf Motivation verlässt, schiebt man mehr vor sich her.

Besser ist, wie auch schonmal erwähnt, sich neue Gewohnheiten einzurichten. Ich für meinen Teil, fange jetzt an, mich an To-Do-Listen zu gewöhnen und damit ganz ehrlich mit mir umzugehen.

Sport, Musik und Co.

Neben der ganzen Arbeit, die man sich entweder selbst auferlegt oder auferlegt bekommt, braucht man natürlich auch Ausgleich und Pausen. Aber warum sollten die Pausen nicht auch Routine und produktiv sein?
Soll jetzt jeder in seiner Pause weiterarbeiten? Nein, auf keinen Fall.
Aber manchmal hilft es auch als Pause Sport zu machen. Weg vom PC oder sonstigen Job und ab auf die Sportmatte, ins Fitnessstudio (so sie denn wieder aufmachen) oder auf den Crosstrainer. Oder wie ihr eben sonst Sport macht.

Ich mache das viel zu selten und sehe Sport als ein Teil der zu erledigen Arbeit an. Mir hilft es immer, wenn ich mir denke: ich saß jetzt lange, ich mache jetzt Pause. Und statt zu Zocken oder Videos zu schauen, gehe ich ins Wohnzimmer, rolle die Matte aus und kümmere mich um meine Freeletics Übungen! Das ist entspannender als es sich anhört, aber auch nicht für jeden.

Natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden – das soll nur ein Denkanstoß sein.

Was mir auch unglaublich hilft ist Musik. Ich höre auch jetzt gerade, beim Schreiben, Musik. Ich liebe es, mich auf die Couch zu legen, meine Augen zu schließen und meine Spotifyliste zu hören. Aber nicht alle Songs, sondern eine sehr enge Auswahl an besonderen Liedern, die mich wirklich berühren. Manchmal weiß ich gar nicht, warum sie das tun, aber sie treffen einfach etwas in mir, das mich vollkommen aus der echten Welt reißt.

Da ich wissen wollte, ob es nur mir so geht oder auch Anderen, habe ich genau diese Frage einfach mal in unserem Musikchannel auf dem Discord gestellt und mir alle eure Antworten angehört.

Wer das nicht mitbekommen hat, bekommt hier mal die gesamte Liste:

Diese Lieder bewegen verschiedene Communitymitglieder auf eine besondere Art und Weise und können hier gerne gesammelt gehört werden. Vielleicht ist ja auch was für den ein oder anderen von Euch dabei.

Fazit

Abschließend möchte ich nur sagen: Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch ist individuell. Also muss auch jeder Mensch für sich selbst herausfinden, wie er produktiv sein kann, wie er sein Leben verbessern kann und natürlich, was Produktivität und ein besseres Leben überhaupt heißen soll.

Viel Spaß beim Hören der Lieder oder dem Stöbern in Matt’s YouTube Kanal und habt eine schöne Woche!

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